Über mich

Über mich

Beruflich arbeite ich seit vielen Jahren im Umfeld von IT, Infrastruktur und Informationssicherheit – inzwischen in leitender Verantwortung.

Dabei geht es oft um Systeme, Prozesse und die Frage, wie man Informationen sauber bewertet und Entscheidungen nachvollziehbar trifft. Wahrscheinlich prägt genau das auch meinen Blick auf viele andere Themen. Oder, mal unter uns: vermutlich auch meine Skepsis gegenüber allzu einfachen Antworten.

Mir ist schon vor langer Zeit aufgefallen, wie stark komplexe Themen in öffentlichen Debatten vereinfacht werden – besonders dann, wenn es um Bereiche geht, in denen ich selbst fachlich tiefer drinstecke. Gerade bei technischen Themen hatte ich dabei oft den Eindruck, dass politische Aussagen, Medienberichte und die tatsächlichen Zusammenhänge nicht immer besonders gut zusammenpassen.

Irgendwann stellte sich daraus zwangsläufig eine andere Frage:

Wenn Diskussionen in den Bereichen, die man selbst beurteilen kann, schon häufig verkürzt oder unpräzise wirken – wie oft passiert das dann auch in anderen Themenfeldern?

Seitdem versuche ich, Aussagen, Studien, Zahlen und Quellen möglichst direkt zu lesen, statt nur Zusammenfassungen, Schlagzeilen oder Meinungen zu übernehmen. Nicht weil ich glaube, irgendwo gäbe es die eine große „wahre“ Sicht auf die Dinge. Sondern weil komplexe Themen selten besser werden, wenn man sie immer weiter vereinfacht. Die Realität ist oft komplizierter als eine Überschrift.

Dieses Blog ist deshalb kein klassisches Technik-Blog. Mich interessieren eher die Auswirkungen von Entscheidungen und Entwicklungen:

  • Digitalisierung und Plattformabhängigkeiten
  • Datenschutz und Informationsqualität
  • Energiewende und Infrastruktur
  • Entwicklungen im Gesundheitswesen
  • politische Kommunikation
  • öffentliche Debatten
  • und die Frage, wie aus komplexen Themen oft einfache Gewissheiten werden.

Ich schreibe hier nicht als Journalist oder Fachautor. In vielen Bereichen bin ich genauso Beobachter und Laie wie andere auch. Aber mit dem Anspruch, Dinge möglichst nachvollziehbar und differenziert zu betrachten.

Ich mag klare Technik, nachvollziehbare Argumente und Menschen, die auch bei komplexen Themen noch bereit sind zu differenzieren.

Dabei hilft mir wahrscheinlich ein Gedanke, der oft Bertrand Russell zugeschrieben wird:

„Das ganze Problem mit der Welt ist, dass Narren und Fanatiker sich ihrer Sache immer so sicher sind, während klügere Menschen voller Zweifel sind.“

Oder etwas nüchterner formuliert – nach Hanlon’s Razor:

„Schreibe nicht der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend zu erklären ist.“

Vielleicht ist dieses Blog am Ende einfach der Versuch, trotz all der Lautstärke noch Platz für Zweifel, Einordnung und saubere Quellen zu lassen.

Oder einfacher gesagt: Mal unter uns – viele Dinge werden erst verständlicher, wenn man bereit ist, etwas genauer hinzuschauen.

Erstellt mit Hugo
Theme Stack gestaltet von Jimmy